

Nach langer Winterruhe erwacht die Natur auch in Norddeutschland wieder. Zu meinen ersten Fotomotiven in heimischen Gefilden gehören die Schachblumen an der Unterelbe bei Hamburg und die aus ihren Winterquartieren zurückgekehrten Küstenseeschwalben.
Anfang April 2012 verbrachte ich 2 Wochen in Norditalien und Südfrankreich. In Italien genossen wir die Gastfreundschaft befreundeter italienischer Fotografen und wurden zu Fotoplätzen geführt, die nur Insider kennen. Ein dickes Danke an Fabrizio und Elena sowie Paolo und Giorgia!
Auch wenn es südlich der Alpen auch Anfang April für die Fotografie bestimmter Motive noch etwas zu früh ist, war ein enormer Unterschied zu norddeutschen Verhältnissen festzustellen. Zu erkennen ist er zum Beispiel am Löwenzahn, der sich im Süden überwiegend schon im Pusteblumen-Stadium präsentierte, während er in Deutschland noch nicht einmal die Blüte erreicht hat.
Unsere italienischen Freunde zeigten uns besondere Gegenden Italiens. Im Gran Paradiso Nationalpark stießen wir auf Steinböcke, Gämsen und Füchse. In den ausgedehnten Reisfeldern bei Vercelli widmeten wir uns der Vogelfauna. Dort fotografierten wir vorwiegend Stelzenläufer und Uferschnepfen, während es bei der Rohrdommel zunächst bei mehreren Sichtbeobachtungen blieb.
Ein besonderes Naturspektakel findet alljährlich im Winter auf der Helgoländer Badeinsel ("Düne") statt: Der inzwischen zu einer stattlichen Population herangewachsene Kegelrobbenbestand bekommt von November bis Februar Nachwuchs, mit dem Schwerpunkt Mitte Dezember. In diesem Jahr wurde abermals ein neuer Rekord bei der Anzahl der Geburten verzeichnet. Bis zum 2. Januar 2012 wurden 137 kleine Robben geboren.
Ein sich in jedem Herbst wiederholendes Naturspektakel ist die Kranichrast in der Boddenlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns. Zehntausende dieser Vögel des Glücks machen dort einen Halt auf ihrem Weg in die Winterquartiere in Marokko, Südwestspanien oder Frankreich.
Eines der Reiseziele, die mich immer wieder begeistert anziehen, ist der französische Süden. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf der Lavendelblüte bei Valensole und den Gänsegeiern in der Verdon-Schlucht, während die Makrofotografie ein wenig in den Hintergrund trat.
Zu Ostern 2011 ging es einmal mehr in den Südwesten Europas. Ich besuchte die Extremadura in Spanien.
Die zweite Aprilhälfte verwöhnte uns nicht immer mit hohen Temperaturen, sondern brachte auch unerwartet viele Wolken und Regen. Dank des feuchten Winters und Frühjahrs präsentierte sich das Land mit einer üppigen Vegetation in bunter Blütenpracht. Die fotografischen Schwerpunkte lagen bei den allgegenwärtigen Weißstörchen und Bienenfressern.